BERUFLICHE UND PERSÖNLICHE NEUORIENTIERUNG IN BERGISCH GLADBACH

 POTENZIAL EINZIGARTIGKEIT IDEEN SELBSTBEWUSSTSEIN LEBENSFREUDE

Der Weg des Herzens

Ich stehe in meinem Wohnzimmer und experimentiere. Der Weg des Herzens ist mein Thema. Ich stelle mir eine Zukunftslinie vor und gehe einige Schritte vorwärts; Energie spüre ich keine. Ich gebe jede Absicht auf, lasse meinen Körper selbst seinen Weg finden. Er beginnt im Kreis zu laufen, dann hierhin und dorthin und dann wieder zum Ausgangspunkt im Kreis. Nachdem ich dies eine Weile gemacht habe, begreife ich das Geschehen.

Der Weg beginnt bei mir, läuft immer wieder zu mir zurück und endet dann bei mir. Ich erkenne, daß es anders auch nicht sein kann. Der Weg des Herzens liegt in mir. Ich kann ihn im Außen nicht finden. Jeder Weg führt zurück zu mir. Dies geschieht solange bis ich erkenne, daß ich alles bereits in mir trage, dass ich auf dem Weg zu erlangen hoffe. Dies gilt auch für die spirituelle Suche. Egal, wo ich war und was ich gemacht habe, ich bin letztlich immer wieder auf mich zurückgeworfen worden. Diese Erkenntnis kann mich nun völlig befreien oder mir auch das Gefühl vermitteln, in mir gefangen zu sein. Dies hängt davon ab, ob es mir gelingt, mich von der Außenwelt zu lösen und meiner Innenwelt zuzuwenden.

Dies heißt, innerlich zur Ruhe kommen, Stille zulassen und auch durch die Phasen hindurchgehen, in denen verbunden mit zum Teil sehr intensiven Prozessen Altes auftaucht, um in der Akzeptanz und der Bereitschaft zu fühlen, aufgelöst zu werden. Oft habe ich mich sehr einsam gefühlt ohne Orientierung im Außen. Bis ich erkannt habe, daß ich nie ohne Führung bin. Sie erreicht mich immer, selbst wenn ich Zuhause bin. Ein Buchtitel in meinem Regal zieht meine Aufmerksamkeit auf sich oder ich finde einen Beitrag auf Youtube, der mir exakt die Information zukommen lässt, die mir auf dem Weg der Selbsterkenntnis weiterhilft.

Je mehr ich die Kontrolle aufgebe, desto mehr scheint eine höhere Macht mein Leben zu führen. In der Bereitschaft stehen zu bleiben und mich hinzugeben, liegt für mich der Aufbruch in ein neues Leben. Was zu mir gehört, kann zu mir fließen, weil ich den Widerstand gegen die Geschenke des Lebens aufgegeben habe. Manche Geschenke sind maskiert. Ein "Problem" erweist sich als Glücksfall, weil ich den Telefonhörer zur Hand nehme, um es zu lösen. Es ergibt sich ein sehr netter Kontakt, der zu einem intensiven Austausch führt und mir neue Impulse für meinen Beruf gibt.

Es gibt natürlich auch die Ereignisse, die sich meiner Kontrolle zu entziehen scheinen und sich aus meiner Perspektive negativ entwickeln. Manchmal geht es hier darum, Grenzen zu setzen und mir selbst zu vertrauen. Manche "Katastrophe" stellt sich dann im Nachhinein als Glücksfall heraus, der mich auf eine neue Ebene bringt. Gelegentlich greift auch nur das Motto "shit happens" und alles und jedes in einer Negativinterpretation auf mich zu beziehen, führt in ein sinnloses Gedankenkarussell. Insofern bin ich auch kein uneingeschränkter Befürworter der Spiegelgesetze. Bei empfindsamen und sehr selbstkritischen Naturen führen diese dann zu einer Negativinterpretation der Ereignisse in bezug auf eine eigene vermutete Mangelsituation. Hier gilt es dann, im eigenen Inneren den Krieg gegen sich selbst in Gestalt  eines autoaggressiven Rachefeldzuges im Hinblick auf die eigenen Unzulänglichkeiten, Schwächen etc. zu beenden.

Wenn Sie dazu nach und nach in der Lage sind, tragen Sie dazu bei, eine Welt zu erschaffen, in der es keine Folter, keinen Krieg und keine Massenvernichtung mehr geben wird. Mit jedem Lebewesen, dass in dieser Welt stirbt, stirbt ein Teil von Ihnen, denn Sie sind mit allem untrennbar verbunden. Der Weg des Herzens beginnt bei Ihnen und endet auch dort.

Haben Sie den Mut, stehen zu bleiben und sich selbst zu begegnen. Dann müssen Sie nicht jahrelang in der Außenwelt suchen bis Sie erschöpft in einem Sessel sitzen und sich fragen, wozu dies alles gut ist.  Vielleicht erklingt dann eine zarte Stimme, die Stimme Ihrer Seele, die Sie liebevoll in den Arm nimmt, der Sie Ihre Erschöpfung anvertrauen dürfen, Ihr Bedürfnis nicht mehr zu müssen, zu tun, zu sollen, zu leisten, zu erreichen. Auf dem Weg der Seele und des Herzens gibt es keine "äußere Sicherheit" und keine "äußeren Reichtümer". Dort gibt es Sie mit Ihrem Mut sich hinzugeben und selbst zu begegnen.

Aus dieser Selbsterkenntnis kann sich ein neuer Weg ergeben, indem Sie nur noch das tun und leisten, was Ihrem wahren Wesen entspricht. Aus dem ganzen "müssen" wird dann ein leidenschaftliches Wollen und Sie beginnen in Ihren tausend Facetten zu strahlen und heilend auf ihre Umgebung zu wirken. Jeder innere Weg führt irgendwann ins Außen, um die entdeckten Schätze zu teilen und zu vermehren. Daraus ergibt sich dann wahrer Reichtum, der sich auch materiell materialisieren darf.

Während ich dies schreibe, erinnere ich mich, dass ich vor Jahren einmal in einem Spiegelkabinett war. Ich habe mich selbst hundertfach angeschaut, in immer neuen Facetten. Dies hat mich so fasziniert, dass ich damals darüber nachgedacht habe, selbst einmal einen Raum zu gestalten, in dem die Wände aus Spiegelstücken bestehen.

Wir alle sind unendlich facettenreich und ein ganzes Leben reicht nicht aus, um all diese Facetten zu erkennen, anzunehmen und kreativ zum Ausdruck zu bringen.


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