BERUFLICHE UND PERSÖNLICHE NEUORIENTIERUNG IN BERGISCH GLADBACH

 POTENZIAL EINZIGARTIGKEIT IDEEN SELBSTBEWUSSTSEIN LEBENSFREUDE

Seelenpartner, Dualseele, Zwillingsflamme

Diese Begriffe kennzeichnen in verschiedenen Varianten eine außergewöhnlich intensive Liebesbeziehung mit zahlreichen "Entwicklungsaufgaben". Nachfolgend meine Erfahrung...

Auf der bewussten Ebene hatte ich mir einen Partner gewünscht, mit dem ich meine Sexualität unbeschwert sinnlich ausleben wollte. Ein starkes Begehren beider Seiten war natürlich Teil dieses Wunsches.

So trat vor acht Jahren tatsächlich auf völlig überraschende Weise ein Mann in mein Leben, der auf dieser Ebene zu mir passte. Sinnlichkeit pur! Die gegenseitige Anziehungskraft entsprach der Sprengkraft von Dynamit. Der Hang zum Drama allerdings auch. Aus dem Sternenflug wurde ein harter Aufprall auf dem Boden als sich die ersten Auseinandersetzungen anbahnten. Diese beinhalteten genauso viel Sprengkraft wie die gelebte Sexualität.

Alle ungelösten Kindheitsmuster in mir wurden mit der Heftigkeit eines Tsunamis aktiviert, überrollten mich, warfen mich in eine empfundene Hölle aus längst vergessenen verdrängten Gefühlen. Obwohl mir auf der Verstandesebene klar war, dass in mir etwas Unbewusstes, Irreales ablief, veränderte dies nichts an meinen Gefühlen der Ausweglosigkeit und Abhängigkeit. Also tröstete ich mich mit dem Konzept der "bedingungslosen Liebe". Meine damalige Vorstellung davon bedeutete, mich "im Geben" völlig zu verausgaben. Irrtümlicheweise hatte ich die Erwartungshaltung, daß die "Investition" auch zu mir zurückfließen würde. Solche Erwartungshaltungen sind ein Kennzeichen der Bedürftigkeit.

Ich fixierte mich auf die gemeinsamen Momente des Glücks. Diese schienen auch nicht von dieser Erde zu sein. Hier spielte sich nach meiner damaligen Wahrnehmung eindeutig etwas Mystisches ab, dass ich nur nicht verstand. Bodenhaftung ade! Ich versank immer tiefer in einem Morast aus Gefühlschaos.

Zwischen meiner Liebe und mir lagen zunächst 200 km Distanz, die immer wieder auch für räumliche Trennung sorgten. Mein bisheriges Heim fiel schliesslich meiner parallell laufenden  Scheidung zum Opfer. Ich zog in eine Wohnung an den Wohnort meines neuen Partners und freute mich auf eine schöne gemeinsame Zeit, die nun sicherlich aufgrund der räumlichen Nähe einfacher zu gestalten sein würde. Die Region hatte ich bei gemeinsamen Ausflügen mit ihm kennen und lieben gelernt. Zudem hatte ich im nahe gelegenen Köln berufliche Kontakte.

Meine Erwartungen erfüllten sich nicht. Unsere Beziehung wurde nun endgültig eine on/off Beziehung. Vereinbarte Termine wurden nicht eingehalten oder fanden Stunden später statt. Da ich sehr zuverlässig bin, war mir dieses Verhalten vollkommen unverständlich. Ich fühlte mich wieder einmal allein gelassen. Heute weiß ich, dass dieses Gefühl eines meiner Primärgefühle als Kind einer alleinerziehenden traumatisierten Mutter war.

Es gelang mir auch nicht, die Partnerschaft zu beenden. Dies hatte ich in der Vergangenheit immer sehr gut gekonnt, wenn ich keine gemeinsame Zukunft mehr erkennen konnte. Schliesslich flüchtete ich in die Beziehung zu einem anderen Mann.

Ich teilte meinem "Schicksalspartner" dies mit und ging davon aus, dass unsere Beziehung damit beendet wäre.  Er reagierte völlig unerwartet. Nach einem verbalen Wutanfall akzeptierte er vordergründig meine zweite Beziehung und setzte die mit mir zu meiner Überraschung dennoch fort.

Ich fand mich bald in dem Dilemma einer aus meiner Sicht unlösbaren Dreiecksbeziehung. Meine ständigen Begleiter wurden Schuldgefühle und meine Versuche, eine Entscheidung zu treffen. Ich war gefangener in meinen konditionierten Mustern als zuvor. Mit meiner nun wieder sehr aktiven Angst vor dem Verlust meiner Dualseele verdoppelte ich meine Beziehungsbemühungen, wurde noch verständnisvoller und akzeptanter, um allen unterschwellig reichlich vorhandenen Konflikten aus dem Weg zu gehen. Ich unterdrückte meine Emotionen, da ich den völligen Rückzug meines Partners bei Auseinandersetzungen nicht ertragen konnte.

Er verschloss sich dann so, dass ich keinen Zugang mehr zu ihm finden konnte. Eines seiner erlernten kindlichen Schutzmuster, wie ich heute weiß. An solche Begebenheiten schloß sich dann wieder eine längere on/off Phase an. Auch die Konsequenzen Liebesentzug oder Rückzug kannte ich aus meiner frühen Kindheit.

Die zweite Beziehung lief indes weiter, war ein unstetes Trostpflaster mit einem Mann, der nicht zur Treue neigte und dies auch nicht verhehlte. Von ihm habe ich sehr viel über "polygame" Liebesbeziehungen gelernt. Heute habe ich den Verdacht, dass solche Beziehungen häufig auch der Flucht vor wirklicher Intimität und Bindung dienen.

So endete schließlich diese Partnerschaft, da wir nicht wirklich miteinander harmonierten. Nach weiteren Kapriolen und Dramen beendete ich schließlich auch die Beziehung zu meiner "Dualseele". Ich war an einem Punkt angekommen, an dem ich aus meiner Sicht in dieser Verbindung alle Würde verlor. Die Erotik erschien mir mittlerweile kalt und leer. Ich fühlte mich erschöpft und ausgebrannt. In klaren Momenten fragte ich mich, warum ich mir dies antat. Mir war inzwischen bewusst geworden, dass ich ohne mehr Selbstachtung und Selbstliebe nie in der Lage sein würde, eine wirklich erfüllte Partnerschaft zu führen.

Also zog ich mich zurück, begegnete mir selbst, ging durch heftige schmerzhafte Prozesse. Ich gab allerdings nie auf, sondern ging Schritt für Schritt weiter. Ich identifizierte nach und nach die aus meiner Kindheit stammenden Muster für meine Neigung zu coabhängigen Beziehungsstrukturen, in denen ich mich aus kindlicher Bedürftigkeit verlor. Ich erkannte, dass Schuld das Gegenteil von Verantwortung ist. Knapp zwei Jahre ging ich keine Verbindung mehr ein. Es kam der Moment, in dem ich aus meinem bisherigen "Opferdasein" ausstieg. So konnte ich auch den vermeintlichen "Täter" frei geben. Ich empfand tiefe Dankbarkeit für die Geschenke, die dieses große "Dramenpaket" für mich beinhaltet hatte. Das Desaster meines Lebens war zu einer Erkenntnis- und Kraftquelle geworden, die mich befreite.

Einige Monate nach dieser Einsicht stand "er" dann plötzlich wieder vor meiner Tür. Ebenfalls um einige existentielle Erfahrungen reicher. Ich stand vor einer Entscheidung: Kopf oder Herz und entschied mich für mein Herz. Indem ich dieser Beziehung noch einmal eine Chance gab, eine klare Entscheidung für ein "Ja" traf, sprang ich aus der Sicht meines Verstandes in den Abgrund. Ich wußte allerdings auch, dass ich mich verändert hatte, dass ich auf einem stabilen Fundament in mir aufbauen konnte.

Dieses Vertrauen in mich selbst kam nun auf den Prüfstand. Ich nehme den Mann an meiner Seite heute anders war. Er ist mir gegenüber offener geworden mit seiner Gefühlswelt; es gibt Momente grosser Zärtlichkeit. Die sexuelle Anziehung ist geblieben, aber ihr Ausdruck ist reicher geworden. Zärtlichkeit und Nähe spielen eine viel größere Rolle als in der Vergangenheit; Vertrauen ist die Basis für neue offenere Varianten der Sexualität.

Ich habe als Frau gelernt, zu meinem Begehren zu stehen und es nicht mehr aus einem falschen Schamgefühl heraus vor mir selbst zu verstecken. Ich unterdrücke meine Gefühle nicht mehr aus Angst vor Zurückweisung, sondern lasse meine Liebe frei fliessen, lebe nicht länger mit einem verschlossenen angsterfüllten Herzen. Für mich sind heute Treue und Monogamie die Werte, die meinem Wesen entsprechen.

An dieser Liebe bin ich gewachsen, sehe mein Gegenüber heute als Spiegelbild meiner Schattenanteile. In der Auseinandersetzung mit diesem Kontrast kann ich heilen, in mir vollständig werden.

Zudem habe ich gelernt, nicht mehr zu warten, sondern mich selbst mit dem zu erfüllen, was ich liebe.

Dazu gehört auch, diesen Blogartikel zu schreiben. Möge er den Menschen, die in Resonanz mit Aspekten des Beschriebenen gehen, das Gefühl geben, dass sie nicht alleine sind.

Es gibt keine Garantie für ein gemeinsames Happy End, aber eine Garantie für ein persönliches Happy End. Mein Leben unterliegt meiner Gestaltungskraft und Verantwortung. Heute weiß ich, dass bedingungslose Liebe bedeutet, mich selbst erst einmal bedingungslos zu lieben.

Dazu gehört auch, klare Grenzen zu setzen, die eigenen Gefühle zu achten, in eine neue Energie zu gehen, um so den Kreis der Verletzungen zu verlassen. Frieden statt Kampf. Dankbarkeit dafür, dass ich auf diesem Weg zu mir finden konnte und kann. Die Liebe ist die größte Macht in diesem Universum, aber Liebe ist nicht Macht.

Trotz allem Schmerz würden mir ohne diese Liebe viele zauberhafte Momente in meinem Leben fehlen. Ich wäre nicht die Frau, die ich heute bin. Wer eine solche Verbindung nicht erlebt hat, kann sich die damit verbundenen Prozesse nur schwer vorstellen. Mit mehr Klarheit, Bewusstheit und Unterstützung muss der Weg der Selbsterkenntnis nicht so schmerzhaft sein, wie ich ihn empfunden habe.

Suchen Sie nicht in Partnerbörsen nach Seelengefährten, Zwillingsflammen etc. Sie sind dort selten zu finden. Diese liefert ihnen das Schicksal frei Haus, wenn dies Ihrem seelischen Entwicklungsweg dient. Eine solche Partnerschaft ist kein romantisches Ideal. Sie ist eine sehr herausfordernde Reise in die eigene Kraft durch alle Projektionen, kindlichen Wunden und konditionierten Energien.

Wünsche können in Erfüllung gehen. Zunächst oft anders als erwartet. Ich hatte mir vor nunmehr 16 Jahren gewünscht, etwas über die Liebe als universelle Kraft zu lernen. Dieser Wunsch wurde erfüllt, indem ich erst einmal allem in mir und entsprechend im Außen begegnete, das eine Illusion der Liebe ist.

Heute lerne ich, unabhängig von dem Fortgang meiner Beziehung zu leuchten. Es gibt soviel zu geniessen in diesem Leben. Eines ist sicher: Es wird irgendwann enden. Dann möchte mein Leben wirklich gelebt, meine Möglichkeiten ausgeschöpft haben... Wir sind nur auf dem Level unseres Bewusstseins in der Lage zu lieben.

Machen Sie sich selbst zur Königin, zum König in Ihrem Leben. Nur dann werden es auch andere tun... Sollte es einen Seelenpartner, eine Dualseele in ihrem Leben geben, dann nutzen sie die damit verbundenen Herausforderungen, um in Ihre Kraft und Freiheit zu gehen.

Nachfolgend eine Geschichte, wie die "Lieferung" von Dualseelen erfolgen kann - Schicksal ohne Chance oder Chance des Schicksals? Für mich heute eine Chance des Schicksals.

Ein Wintermärchen



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